Peeling für die Haut: Welches passt zu dir?
Ein Peeling gehört für mich nicht automatisch in jede Pflegeroutine. Wenn sich die Haut jedoch rau oder uneben anfühlt, kann es eine wunderbare Ergänzung sein: Es entfernt lose Hornschüppchen und lässt die Haut wieder glatter erscheinen. Entscheidend ist, das passende Peeling zu wählen und es nicht zu übertreiben. Welche Unterschiede es gibt und was zu deiner Haut passt, erfährst du hier.

Die verschiedenen Arten von Peelings
Peeling ist nicht gleich Peeling: Während manche lose Hornschüppchen mit feinen Partikeln entfernen, arbeiten andere mit Enzymen oder Säuren. Welche Variante zu deiner Haut passt, hängt von deinem Hauttyp, dem aktuellen Hautzustand und der gewünschten Wirkung ab.
- Mechanische Peelings
- Enzympeelings
- Chemische Peelings
- Welches Peeling passt zu meiner Haut?
- Häufige Fragen zur Anwendung
Sehen wir uns die Unterschiede, Anwendungsmöglichkeiten und Grenzen der drei Peelingarten genauer an.
Mechanische Peelings – ideal für den Körper
Das Wort Body Scrub sagt es schon: Diese Sorte Peeling schrubbt abgestorbene Haut mit kleinen Schleifpartikeln weg. Die bestehen beispielsweise aus Zucker, gemahlenen Kaffeebohnen oder gemahlenen Fruchtkernen.
Bei gesunder Haut können mechanische Peelings am Körper gut angewendet werden. Sie entfernen lose Hornschüppchen und lassen die Haut glatter und weicher erscheinen. Regelmässig angewendet können sie außerdem helfen, eingewachsenen Härchen nach der Rasur vorzubeugen.
Für das Gesicht können mechanische Peelings ganz schön harsch sein. Ich finde sie jedoch nach wie vor gut, sofern ein paar Dinge beachtet werden. Vor allem tägliche Waschpeelings, wie sie für unreine Haut manchmal angeboten werden, trocknen die Haut viel zu stark aus. Gerade Pickel heilen durch rabiates Dauerpeelen nicht schneller ab. Reibung kann die Haut zusätzlich reizen und Entzündungen verstärken.
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Enzympeelings – sanft für das Gesicht
Enzympeelings wirken überwiegend an der Hautoberfläche. Enzyme wie Papain aus der Papaya oder Bromelain aus der Ananas spalten Eiweißverbindungen in der obersten Hornschicht. Dadurch lösen sich lose Hornschüppchen leichter und können mit Wasser abgespült werden. Da dabei keine Schleifpartikel zum Einsatz kommen, werden Enzympeelings häufig als besonders sanft empfunden.
Enzympeelings werden meist wie eine Maske aufgetragen. Nach der angegebenen Einwirkzeit spülst du sie mit Wasser ab. Richte dich dabei immer nach den Anwendungshinweisen des jeweiligen Produktes.
Bei regelmäßiger Anwendung können Enzympeelings die Haut glatter und den Teint frischer und ebenmäßiger erscheinen lassen. Aufgrund des höheren Preises im Vergleich zu mechanischen Peelings werden sie meist nur im Gesicht genutzt.
Chemische Peelings – die Wirkungsvollen
Vielleicht mag dich das Wort „chemisch“ abschrecken, der Begriff dient jedoch nur dazu, den Unterschied zu mechanischen Peelings deutlich zu machen. Bei einem chemischen Peeling muss man nicht reiben, um die Haut zu exfolieren, sondern diese Wirkung wird durch die Inhaltsstoffe selbst herbeigeführt.
Chemische Peelings wirken mittels AHA (Alpha-Hydroxysäure) oder BHA (Beta-Hydroxysäure). Seit geraumer Zeit werden auch PHA (Poly-Hydroxysäuren) eingesetzt, die häufig als besonders gut verträglich gelten.
Eine Kombination aus verschiedenen Säuren kann sinnvoll sein, da jede ihre eigene spezifische Wirkung hat.
- AHA: Glykolsäure, Apfelsäure, Zitronensäure und Milchsäure. Wasserlöslich, wirken vor allem an der Oberfläche, gut bei Rauheit, feinen Linien, Pigmentflecken.
- PHA: Gluconolactonsäure und Lactobionsäure. Grössere Moleküle, dringen weniger tief ein, gelten als besonders gut verträglich für empfindliche Haut.
- BHA: Salicylsäure. Fettlöslich, dringt in Poren ein, besonders geeignet bei verstopften Poren und unreiner Haut.
Chemische Peelings sind auch in der kosmetischen Dermatologie beliebt und werden bei Aknenarben oder Pigmentansammlungen eingesetzt. Für eine stärkere Wirkung wird oft Trichloressigsäure (TCA) verwendet, die jedoch nur von geschultem Fachpersonal angewendet werden darf und meist zu einer Ausfallzeit führt.
Aber es gibt mittlerweile viele chemische Peelings für den Heimgebrauch auf dem Markt. Es ist wichtig, sich vorher gründlich über das Produkt zu informieren – zum Beispiel durch die Herstellerseite –, da sowohl Irritationspotenzial als auch die exfolierende Stärke abhängig von der Menge an Säure sowie vom pH-Wert des Produktes variieren können.
Wer Säuren in seine Pflegeroutine integrieren möchte, sollte mit einem milden Einsteigerprodukt und einer niedrigen Anwendungshäufigkeit beginnen. Nur wenn die Haut das Produkt gut verträgt, kann die Anwendung langsam gesteigert werden.
Wichtig: Säurepeelings können die Haut lichtempfindlicher machen. Verwende tagsüber einen ausreichend hohen Breitband-Sonnenschutz.
Welches Peeling passt zu deiner Haut?
Diese Übersicht bietet dir eine erste Orientierung. Entscheidend sind aber auch der aktuelle Hautzustand, die Formulierung und die Stärke des Produktes.
| Hauttyp oder Hautbedürfnis | Geeignete Peelingart |
|---|---|
| Normale, unempfindliche Haut | Mechanisches, Enzym-, AHA-, BHA- oder PHA-Peeling |
| Trockene oder raue Haut | Enzympeeling oder mildes AHA- beziehungsweise PHA-Peeling |
| Empfindliche Haut | Mildes Enzympeeling oder niedrig dosiertes PHA-Peeling |
| Fettige Haut und verstopfte Poren | BHA-Peeling mit Salicylsäure |
| Ungleichmässiger Hautton oder Pigmentflecken | AHA-Peeling |
| Unempfindliche Haut am Körper | Mechanisches Peeling |
Lieber nicht peelen: Verzichte bei akut gereizter, verletzter oder sonnenverbrannter Haut sowie bei perioraler Dermatitis auf ein Peeling. Bei Rosacea oder entzündlicher Akne lässt du dich am besten dermatologisch beraten. Auch ein grundsätzlich geeignetes Peeling solltest du zunächst vorsichtig testen.
🍋 Mein Favorit: Ich persönlich greife am liebsten zu einem milden Enzympeeling. Es kommt ohne Reibung aus und lässt meine Haut schön glatt erscheinen. Hin und wieder verwende ich auch ein mildes AHA- oder PHA-Peeling – aber nur, wenn meine Haut ruhig ist und es gut verträgt. Für mich gilt beim Peelen: lieber sanft und selten als zu viel.
Viel Freude beim Peelen,
Deine Anna

